TSF-W

"Tragkraftspritzenfahrzeug mit Löschwasservorrat"





Das Fahrzeug in Zahlen:

Besatzung:

 

1 / 5

Funkrufname:

 

Florian Ronne 2821

Motor:

 

4500 ccm, 104 kW, 140 PS         

Kennzeichen:

 

H-RL 2821

Löschwassertankvolumen:

 

750 l

Benötigter Führerschein:

 

C1 oder C

Baujahr:

 

2004

zul. Gesamtgewicht:

 

7,49 t

Hersteller Fahrgestell:

 

MAN

Hersteller Aufbau:

 

Ziegler


Die Beladung des Fahrzeugs ist insgesamt für den Einsatz einer Gruppe (1 / 8) ausgelegt, es hat aber nur eine Staffel-Besatzung (1 / 5). Zusätzlich fahren im Mannschaftstransportwagen (MTW) noch 9 Feuerwehrleute hinterher, was diesen Mangel mehr als ausgleicht. Vorteil: bei vielen Einsätzen wird oft nicht mehr als eine Staffel benötigt. Sollte mehr benötigt werden, kann mit dem MTW ständig neues Personal zur Einsatzstelle gebracht werden. Das TSF-W bleibt aber mit dem notwendigen Gerät vor Ort.

Die Beladung:

Zur Wasserförderung befindet sich im Heck eine nach hinten herausnehmbare "Tragkraftspritze" (TS) oder einfach Pumpe, welche 800 l/min Löschwasser bei 8 bar Druck fördern kann. Das Wasser kann wahlweise aus dem Löschwassertank des Fahrzeugs, einem Hydranten oder einem Gewässer (Fluss, Teich, Pool) entnommen werden. Das Löschwasser kann jetzt auf zwei Arten zum Einsatz gebracht werden werden. Die erste ist über die Rollschläuche, die in B- und C-Größen in Tragekörben mitgeführt werden. Am Ende wird dann ein Strahlrohr angekuppelt und das Löschen kann beginnen. Die zweite Art ist über die so genannte Schnellangriffseinrichtung des Fahrzeugs. Diese besteht aus einem speziellen ca. 50 Meter langen Schlauch an dem ein Hohlstrahlrohr angekuppelt ist. Die normalen Schläuche müssen vor Benutzung erst komplett ausgerollt werden, aber dieser Schlauch hat eine dicke verdrahtete Umwandung, weshalb man ihn nicht komplett von der Haspel abwickeln muss. Man zieht nur so viel herunter wie man gerade benötigt und beginnt zu löschen. In Verbindung mit dem Löschwassertank des Fahrzeugs kann man so besonders schnell einen Löscheinsatz vornehmen. Der Nachteil ist die geringere Durchflussmenge und die begrenzte Länge des Schlauches.
Damit auch elektrische Geräte wie z.B. Tauchpumpe oder Flutlichtstrahler in jeder Situation betrieben werden können, besitzt das Fahrzeug einen seitlich herausnehmbaren Stromgenerator.


 
Ausgezogene TS während des Betriebs                Ausgefahrener Doppelstrahler



An Flutlichtstrahlern steht der Linderter Feuerwehr ein transportabler Scheinwerfer mit Stativ und zwei pneumatisch ausfahrbare Scheinwerfer am Fahrzeug zur Verfügung. Neben der umfangreichen Ausrüstung für technische Hilfeleistung, wie z.B. Kettensäge oder Ölbindemittel, ist das Fahrzeug mit 4 Atemschutzgeräten bestückt, wovon sich 2 im vorderen linken Stauraum und 2 im hinteren Teil der Fahrgastzelle befinden. So kann sich ein Trupp schon während der Fahrt mit umluftunabhängigem Atemschutz ausrüsten.


Linker hinterer Stauraum


Rechter hinterer Stauraum


Linker vorderer Stauraum                                                 Rechter vorderer Stauraum


Heckstauraum


ausgefahrenes Schlauchfach                                                 Fahrgastzelle hinten